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Offener Brief des
Grünen Iran an Herrn Jean Pierre Malmendier, Leiter des Zentrums für Opferrechte, Senator
und ehemaligen Abgeordneten des Parlaments Belgiens Sehr geehrter Herr Jean Pierre Malmendier, Einem Bericht im Internet war zu entnehmen, dass Sie
auf Einladung des „Iranischen Vereins für Menschenrechte“ in Belgien an einer
Veranstaltung teilgenommen und dort eine Rede gehalten haben. Ihre Sorge über
die Lage der Menschenrechte im Iran ist verständlich. Da aber die
Veranstalter solcher Sitzungen Angehörige der Organisation der Volksmojahedin Iran sind, haben wir für notwendig
erachtet, Ihnen Einiges mitzuteilen. Gemäß den vorhandenen Dokumenten und den
lebenden Zeugen ist die Organisation der Volksmojahedin
Iran eine Gruppierung, die selber die Menschenrechte verletzt und nicht
respektiert. Bedauerlicherweise ist zu konstatieren, dass heutzutage alle
Menschenrechtsverachtenden Vereinigungen Persönlichkeiten, die gar keine
genaue Ahnung über die innenorganisatorischen Verhältnisse dieser
Gruppierungen haben, für ihre Zwecke instrumentalisieren, um ihre eigenen
Verbrechen zu vertuschen und die Öffentlichkeit von der permanenten
Verletzung der Menschenrechte in ihren eigenen Organisationen abzulenken. Der Verein des Grünen Iran zieht vor, Ihnen als einer
Persönlichkeit, deren Verantwortung unter anderem Schutz von Rechten der
Opfer der Verletzung der Menschenrechte ist, zunächst einige Beispiele
der von der Organisation der Volksmojahedin Iran
begangenen Verletzungen der Menschenrechte zu nennen. Die Organisation der Volksmojahedin
Iran hat ihre eigenen Unzufriedenen und Andersdenkenden permanent inhaftiert
und sie nach massiven Repressionen und Schikanen an die berüchtigten
Gefängnisse von Abu-Ghoreib in Irak, in die
Hände der Bath-Partei des verachtenden Diktators Saddam Hussein
übergeben. Diese Nachricht hat in den internationalen Medien großes
Echo gefunden, und der Bericht der internationalen Menschrechtsorganisation
Human Rights Watch unter
dem Titel „Verbotener Austritt“, der zwecks der Betonung zweimal
veröffentlicht wurde, ist ein bedeutender Beleg dafür. Diese
Verurteilung hat diese Organisation dazu bewegt, zu versuchen, der
entlarvenden Auswirkung dieses Dokuments und der Verurteilung
entgegenzutreten, womit sie nicht nur keinen Erfolg hatten, sondern auch sich
selbst bloßgestellte. Die innenparteiliche Struktur der terroristischen
Organisation der Volksmojahedin beruht auf dem
Führerprinzip von Rajawi. Es gibt in dieser
Organisation keine Spur von Demokratie. Viele Mitglieder verlassen diese
Organisation aufgrund des despotischen Führungsstils von Rajawi
und wegen der Nähe dieser Organisation zu Saddam-Regime. Die
Organisation der Volksmojahedin Iran hat ihre
verheirateten Mitglieder gezwungen, sich von ihren Ehepartnern scheiden zu
lassen. Nach den Grundsätzen der Organisation durften deren Mitglieder
nie mehr Heiratsgedanken haben. Wer gegen diese Regel verstieß, musste
dies mit einem hohen Preis bezahlen. Zeitgleich zu dieser Vorschrift haben
sie eine Diskussion unter dem Titel der „Ideologischen Revolution“ in Gang
gesetzt, die dazu gedient war, die Mitglieder zu bearbeiten und die
Entscheidung zu rechtfertigen, was das US-Außenministerium in seinem
Jahresbericht 2007 Gehirnwäsche und Heilig-Sprechung der Führer dieser
Organisation nannte. Dieser Bericht bezeichnet diese Terrororganisation als
eine „terroristische Religionssekte“. Diese Gruppe gehört aus der Sicht der
Europäischen Union und der weiteren europäischen und
nordamerikanischen Staaten zu den terroristischen Vereinigungen. In den
letzten Jahren haben die aus dieser Organisation ausgetretenen Mitglieder
stets darauf hingewiesen, dass die Organisation der Volksmojahedin
Iran das Potential für die Ausübung terroristischer Operationen in den
europäischen und amerikanischen Ländern hätte, und darüber
hinaus betont, dass die Organisation der Volksmojahedin
eine gefährliche Sekte sei, die mit besonderen Methoden der Organisation
(Gehirnwäsche, wöchentliche Taufe, …) ihre Anhänger und
Mitglieder auf Ausübung von Gewalttaten vorbereiteten. Sehr verehrter Herr Jean Pierre Malmendier, trotz der im Iran geherrschten Lage und
heimatverräterischen Dienste dieser Gruppe spielt sie auf der
politischen Bühne Irans gar keine politische Rolle und hat in der iranischen
Bevölkerung keinen Rückhalt und ist kaum in der Lage, mit irgendeiner
politischen und von den Iranern getragenen und akzeptierten Gruppierung
zusammenzuarbeiten, die von den Volksmojahedin
aufgrund der Ablehnung der Zusammenarbeit mit dieser Gruppe übel beschimpft
und verunglimpft werden. Aus diesem Grunde hat kein Mensch, keine
Strömung wie diese terroristische Gruppe, die nach eigenen
Geständnissen Tausende terroristische Operationen zu ihrer rühmreichen
und stolzen Bilanz und Geschichte gehört, das Recht hat, zwecks der
Verdeckung der eigenen Verbrechen und Verbreitung ihrer eigenen Gewalttaten
von der Verletzung der Menschenrechte durch die Staaten zu sprechen. Das Kriterium und die Voraussetzung, um auf der
Bühne der politischen Aktivitäten von dieser Gruppe anerkannt zu werden,
ist die Annahme des gewaltsamen und bewaffneten Kampfes und nicht etwa der
politische Diskurs oder der parlamentarische Kampf. Die Organisation der Volksmojahedin Iran glaubt an Waffen und ist der
Auffassung, dass man töten muss, um an die politische Macht zu gelangen.
Die Geschichte dieser Organisation zeugt von der Wirklichkeit, dass diese
Gruppe dieses Mittel für das einzige Mittel hält, um die politische
Macht zu erlangen. Man darf nicht vergessen, dass was die
terroristische Gruppe und religiöse Sekte der Volksmojahedin
Iran unter dem „dritten Weg“ versteht, nichts anderes ist als die
Wiederbelebung der im Sand stecken gebliebenen sogenannten
„Befreiungsarmee“ der Volksmojahedin und Rauskommen
aus der Liste der terroristischen Vereinigungen und noch wichtiger der
Versuch, sich trotz der Tatsache, dass auf deren Stirn das terroristische
religiöse Sektenzeichen für immer etikettiert ist, als eine normale
politische Kraft auszugeben, obwohl es bitter für eine Organisation nach 40
Jahren ihres Bestehens sein muss, nun zu versuchen, ihr terroristisches
Etikett loszuwerden, um seitens der iranischen Bevölkerung und der
aufgeklärten Gewissen als eine politische Partei anerkannt zu werden. Vielen Danke für Ihre Aufmerksamkeit Verein des Grünen Iran Deutschland, 08. Februar 2007 Abschrift an: -
Frau Pianura Kaopie,
Parlamentsabgeordnete -
Frau Senatorin Els Schelfhout,
Mitglied der Kommission der belgischen Parlaments für Außenbeziehungen -
Walter Wandensoo, Abgeordneter des
Landesparlament von Brüssel und Leiter der Christlich-Demokratischen Fraktion
in dieser Volksvertretung -
Peter Van Rompuy von den Verantwortlichen
der Jugendorganisation der Christlich-Demokratischen Partei vom
flämischen Belgien -
Dr. Helmut Makof, Abgeordneter des
Europäischen Parlaments von der Linkspartei Deutschland Postfach 680271 50705 Köln Phone: +49 (0)1777581050 Email: Info@Iran-sabz.de |