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AAWA - Association Offener
Brief von H. Ali-Akbar Rastgou an das
französiche Staatspräsident
Herr Sarkozy Sehr
geehrter Herr Staatspräsident Sarkozy, wie Sie wahrscheinlich wissen, soll am 30.06.2007
in Paris eine große Veranstaltung der Organisation der Iranischen
Volksmodjahedin, auch „Mojahedin e Khalq Organisation (MKO, MEK oder PMOI)“
auch bekannt als „Nationaler Widerstandsrat Irans“ (kurz: NWRI/NCRI (engl.)),
die ihren Hauptsitz in Auvers-sur-Oise bei Paris haben, stattfinden. Dieses Treffen dient zur Feier zweier besonderer
Jahrestage der MKO: - 17.Juni: Die Verhaftung von Maryam Radjavi und die
darauf folgenden
Selbstverbrennungen von 10 Menschen in Paris, Bern, Rom, London,
Ottawa, Athen und Nikosia im Jahre 2003 und - 20.Juni: „Tag des Widerstandes“, der Tag, an dem
die MKO 1981 den bewaffneten Kampf gegen das Mullah-Regiem unter Ajatollah
Chomeini aufnahmen. Dieses Treffen soll der neuen Französischen
Regierung zeigen, wie viel Unterstützung die MKO in Frankreich und auch international
hat. Laut MKO werden 70.000 ihrer Anhänger und Freunde zu diesem Treffen
erwartet. Diese Angaben sind jedoch mit besonderer Vorsicht
zu genießen. Zum Einen geben die MKO den Medien gegenüber in der
Regel Teilnehmerzahlen an, die um ein zehnfaches höher sind, als die
tatsächliche Teilnehmerzahl. Dadurch soll der Eindruck erweckt werden,
ihre Unterstützung in der Bevölkerung sei größer, als sie in
Wirklichkeit ist. Zum Anderen ist es gängige Praxis der MKO für
ihre Demonstrationen und Veranstaltungen Statisten zu mieten oder unter den
Bewohnern von Asylbewerberunterkünften „Demonstranten“ anzuheuern. Außerdem versucht die MKO immer mehr
Politiker (besonders auf der Ebene der EU) davon zu überzeugen, dass ihr
politischer Arm, der „Nationaler Widerstandsrat Irans“ eine demokratische Alternative zum
derzeitigen Regime in Teheran ist. Zwar haben die Anwälte der MKO schon im Jahre
2001 dem Europäischen Gerichtshof gegenüber ausgesagt, die MKO habe den
bewaffneten Kampf aufgegeben und sei eine demokratische Organisation, es aber
hat nie eine ofizielle Erklärung der MKO oder des NWRI gegeben, in der
sie dem gewaltsamen Kampf abgeschworen haben. Dass die MKO trotz der Aussage nicht auf Gewalt
verzichten wurde zuletzt deutlich, als Mitglieder der MKO am 17.06.2007 eine
friedliche Veranstaltung der „Association pour la Protection des Emigrants
d’Iran (APE-Iran)“ in der FIAP in Paris gewaltsam stürmten und mehrere
Besucher, hauptsächlich Aussteiger der MKO, krankenhausreif geprügelt haben. Auch ich
wurde Opfer dieses brutalen Angriffs, der gezielt auf Kritiker der MKO
gerichteten war und musste nach dieser Attacke im Krankenhaus behandelt
werden. Strafanzeigen wurden beim Zentralkommisariat Paris gestellt. Sie selbst haben als Innenminister im Sommer 2003
ja auch erlebt, dass die MKO und mit ihr der NWRI auch weiterhin eine
gefährliche und gewaltbereite Organisation ist. Des Weiteren werden Journalisten und Vereine, die
sich in der Öffentlichkeit kritisch gegenüber der MKO äußern,
diffamiert, verleumdet und in der Regel als „Agenten des iranische
Geheimdienstministeriums VEVAK“ deklariert, die nur Propaganda gegen die
Opposition machen.
( so geschehen
in den Fällen von: - www.blogressiv.de - www.iran-aawa.de - www.iran-interlink.com - dem Journalist „Bahman Niruman“) Hat eine demokratische Organisation es nötig,
ihre Gegner zu verleumden, anstatt sich mit den Vorwürfen auseinander zu
setzten? Der Französische Senator Jean-Pierre Michel
sagte kürzlich (veröfentlicht auf der Homepage des NWRI
http://www.ncr-iran.org/de/content/view/1286/53/) man müsse Maryam Rajavi
Tribut zollen, da sie die die demokratische Opposition vereint habe. Fakt ist jedoch, das Maryam Rajavi lediglich die
iranischen Oppositionsgruppen im Nationalen Widerstandsrat „vereinigt“ hat,
die die Ideologie der MKO teilen und sich den Zielen der MKO unterwerfen. Es
gibt noch etliche andere iranische Oppositionsgruppen, von Monarchisten bis
Kommunisten und natürlich auch Demokraten, im Iran sowie im Ausland, die
nicht dem NWRI angehören dürfen, weil sie die Ideologie der MKO ablehnen. Es sei davor gewarnt, die MKO als demokratische
Organisation, geschweige denn als Alternative zum iranischen Regime zu
verstehen.
Die MKO arbeitet mit undemokratischen und
unseriösen Mitteln: - Aufbau einer harmlosen demokratischen Fassade - Diffamierung und Verleumdung von Kritikern - Verfälschung von Tatsachen und
Berichterstattung (Propaganda) - Vermeidung von kritischen Diskusionen - Veruntreuung von Spendengeldern - Verherrlichung der Anführerin Maryam Rajavi - Gewaltbereitschaft (zumindes gegen sich selbst) Nicht zuletzt die Selbstverbrennungen im Jahre 2003
haben auch den letzten Zweiflern bewiesen, dass die MKO sich die
Eigenschaften einer terroristischen Gruppe und einer Sekte bewahrt hat. Es
gibt keine Anzeichen dafür, dass sie in Zukunft darauf verzichten zu solchen
oder ähnlichen Mitteln zu greifen. Menschen, denen das eigene Leben
nichts wert ist nehmen auch keine Rücksicht auf das Leben Anderer, wenn es
ihrer „Sache“ dient. Wir bitten Sie, Herr Staatspräsident Sarkozy,
behalten Sie die MKO und das Treffen am 30.06.2007 unter kritischer
Beobachtung. Zeigen Sie ihrer Bevölkerung, dass Sie sich der Gefahren,
die von der MKO ausgehen, bewusst sind und machen Sie deutlich, das eine
Organisation, die nicht öffentlich dem Terror und der Gewalt
abgeschworen hat, auch weiterhin als undemokratisch und als Bedrohung
empfunden wird. Mit freundlichen Grüßen, Dipl. Ing. Ali-Akbar Rastgou Köln, den 19.06.2007 Germany |